Die perfekte Terminstruktur

Es gibt viele Faktoren, die sich darauf auswirken, wie viele Besucher Ihrer Landingpage sich für Ihre Webinare anmelden. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Terminstruktur. Damit ist gemeint, wie viele Webinartermine Sie anbieten, an welchen Tagen diese sind und zu welcher Uhrzeit sie stattfinden. Findet der Besucher keinen passenden Termin, wird er sich nicht anmelden und Ihre Landingpage wieder verlassen. Bei der Terminstruktur gibt es zwei verschiedene Extreme, die später vorgestellt werden. Dabei handelt es sich aber eben um Extreme, zwischen denen noch viele weitere Abstufungen liegen. Lassen Sie uns aber mit ein paar Grundlagen anfangen.

Wann hat Ihre Zielgruppe Zeit?

Überlegen Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Terminstruktur immer als aller erstes, wann Ihre Zielgruppe Zeit hat. Hier ein paar Beispiele:

  • Arbeitstätige Personen haben an Werktagen zwischen 07:30 und 17:30 keine Zeit
  • Alleinerziehende haben an Werktagen hauptsächlich vormittags Zeit, weil da die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind
  • Schüler dürften während der Woche oft nach 19:00 nicht mehr an den PC
  • Familienorientierte Personen verbringen den Sonntag bei der Familie
  • Hausfrauen / Hausmänner haben mittags keine Zeit, weil sie dann kochen
  • Studenten sind tagsüber in Vorlesungen und am Freitag- und Samstagabend beim feiern

Versuchen Sie, Ihre Terminstruktur an Ihre Zielgruppe anzupassen. Wenn Sie zwei verschiedene Zielgruppen für das gleiche Thema haben, ist es absolut empfehlenswert, zwei verschiedene Projekte anzulegen.

Wie wichtig ist das Thema für Ihre Zielgruppe?

Je nachdem, ob ein Thema für Ihre Zielgruppe momentan wichtig oder unwichtig ist, wird Ihre Zielgruppe sich darum bemühen, zu einem der angebotenen Termine Zeit zu haben. Oder anders gesagt: Ist das Thema für den Besucher Ihrer Landingpage unglaublich wichtig, wird er sich Urlaub nehmen und das Essen mit der Familie absagen, um dabei sein zu können. Ist das Thema für ihn eher eine Belanglosigkeit, wird er sich nur anmelden, wenn sich zu 100% sicher ist, dass er zum Zeitpunkt des Webinars nichts besseres zu tun hat.
Für Sie ist es wichtig, das zu wissen, da sich das auf Ihre Terminstruktur auswirkt. Haben Sie ein Thema, das für Ihre Zielgruppe momentan sehr wichtig ist, spricht nichts dagegen, weniger Termine anzubieten. Das macht, wie bereits erwähnt, beispielsweise Sinn, um die Attraktivität des Webinars zu erhöhen. Wenn Sie aber ein Thema haben, für das sich Ihre Besucher momentan eher oberflächlich interessieren, sollten Sie versuchen, eher mehr Termine anzubieten, damit auch wirklich ein passender dabei ist – auch wenn das die Attraktivität des Webinars vielleicht verringert.
Ein guter Ansatz, um hier eine Entscheidung zu treffen, ist die Frage nach der Quelle der Besucher. Kommen diese über die organische oder bezahlte Suche bei Google, können Sie davon ausgehen, dass das Thema für sie wichtig ist. Der Grund dafür ist, dass dieser Besucher dann gezielt auf der Suche nach dem Thema ist. Kommen die Besucher über eine Anzeige im Google Display Netzwerk oder bei Facebook – also von dem Klick auf einen Werbebanner o.ä. – können Sie davon ausgehen, dass der Besucher nicht auf der Suche nach einer konkreten Lösung ist und er sich deshalb eher oberflächlich für Ihr Thema interessiert.

Testen Sie!

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 14.36.05Es ist immer schwer, die Zeitkultur einer Zielgruppe auf Anhieb richtig einzuschätzen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit verschiedenen Zeitstrukturen experimentieren und analysieren, welche am besten konvertiert. Werfen Sie einfach immer einen Blick auf die Landingpage-Statistik und die Teilnehmer-Statistik: Haben sich mehr oder weniger Leute angemeldet? An welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten haben sich die meisten, zu welchen die wenigsten Teilnehmer angemeldet? Und passen Sie dann basierend darauf Ihre Terminstruktur an!
Experimentieren Sie auch mit Spontanterminen, gesperrten Tagen und v.a. der Anzahl der angezeigten Termine – jedes dieser Elemente ist eine Stellschraube, durch welche die Conversion-Rate verbessert werden könnte!

Die „Mach dich rar“-Struktur

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 14.32.47Diese Termin-Struktur eignet sich besonders für Themen, bei denen es wichtig ist, dass das Webinar attraktiv und selten wirkt. Sie definieren dazu 3-4 über die Woche verteilte Termine zu jeweils unterschiedlichen Uhrzeiten. Beispiel:

  • Montag, 14:00
  • Donnerstag, 20:00
  • Samstag, 10:00
  • Sonntag, 15:00

Zusätzlich bieten Sie noch einen Spontan-Termin zu jeder halben Stunde an. Die Anzahl der angezeigten Termine stellen Sie auf 3 oder 4. Dadurch wird nur eine geringe Zahl an Terminen angezeigt, die aber jeweils zu unterschiedlichen Zeiten sind. Das führt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein passender Termin dabei ist, trotzdem relativ hoch ist, das Webinar aber weiterhin selten und begehrenswert wirkt.

Die „Ich kann immer!“-Struktur

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 14.29.52Diese Struktur eignet sich, wenn Ihre Zielgruppe nur ein oberflächliches Interesse an Ihrem Thema hat. Definieren Sie dazu an jedem Tag 3 Termine, die jeweils etwa eine Stunde versetzt sind. Beispiel:

  • Montag, 09:00
  • Montag, 15:00
  • Montag, 20:00
  • Dienstag 10:00
  • Dienstag, 14:00
  • Dienstag, 19:00
  • Mittwoch, 08:00
  • Mittwoch, 16:00
  • Mittwoch, 21:00
  • etc.

Zusätzlich bieten Sie dann auch immer noch einen Spontan-Termin zu jeder halben Stunde an. Die Anzahl der angezeigten Termine stellen Sie auf 13 oder 15. So ist dann für jeden Besucher mindestens ein Termin dabei, der wirklich passt.

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